Der Dateiversionsverlauf unter Windows 11 erstellt keine neuen Sicherungen mehr, obwohl die USB-Festplatte angeschlossen ist? Oder Windows fordert dich auf, das Laufwerk erneut anzuschließen, während es im Explorer problemlos erreichbar ist? Für dieses Fehlerbild nach dem September-Update 2026 gibt es eine von Microsoft bestätigte Korrektur.

Die konkrete Lösung für Windows 11 24H2 und 25H2: KB5124010 vom 22. September 2026 beziehungsweise ein späteres kumulatives Update, das diese Korrektur enthält, installieren. Anschließend eine neue Sicherung starten und eine Testdatei wiederherstellen. Nur ein verschwundener Warnhinweis reicht als Erfolgskontrolle nicht aus.

Stand: 29. September 2026. Die hier genannte KB-Nummer gilt für Windows 11 24H2 und 25H2. Übertrage sie nicht auf andere Windows-Versionen.

Woran erkennst du den bestätigten Updatefehler?

Microsoft beschreibt in den bekannten Problemen des September-Updates einen Ausfall des Dateiversionsverlaufs nach KB5124008. Sicherungen können nicht mehr erstellt oder aktualisiert werden. Betroffene Geräte zeigen unter Umständen die englische Meldung „Reconnect your drive“, obwohl das Sicherungsziel verbunden ist.

Weitere Hinweise sind ein unveränderter Zeitpunkt der letzten Sicherung oder nicht verfügbare frühere Dateiversionen. In manchen Fällen protokolliert die Ereignisanzeige Abstürze mit Bezug auf FileHistory.exe und KERNELBASE.dll. Diese Angaben sind Hinweise, kein alleiniger Beweis: Ein Verweis auf KERNELBASE.dll kann auch bei anderen Anwendungsfehlern auftreten.

Eine detaillierte technische Ursache des Defekts nennt Microsoft dort nicht. Registry-Änderungen oder ein pauschales Zurücksetzen des Sicherungskatalogs lassen sich daraus nicht als notwendige Reparatur ableiten.

Vor jeder Reparatur Sicherungsziel und Daten schützen

Lösche weder den vorhandenen FileHistory-Ordner auf dem Backupmedium noch die bisherige Konfiguration auf Verdacht. Frühere Sicherungen können weiterhin wichtig sein. Formatiere das Laufwerk nicht, nur weil Windows es erneut angefordert hat.

Wenn seit Tagen keine Sicherung mehr funktioniert, kopiere besonders wichtige, inzwischen geänderte Dateien zusätzlich auf ein anderes verfügbares Sicherungsmedium. Öffne stichprobenartig einige dieser Kopien. Diese Zwischenmaßnahme ersetzt keine wieder funktionierende Versionierung, überbrückt aber die aktuelle Sicherungslücke.

Notiere außerdem den letzten erfolgreichen Sicherungszeitpunkt und den Beginn der Störung. Ein Update kann versäumte historische Dateistände nicht nachträglich erzeugen: Was während des Ausfalls nie gesichert wurde, steht dadurch nicht automatisch als frühere Version bereit.

Windows-Version prüfen und KB5124010 installieren

Drücke Windows + R, gib winver ein und prüfe Version sowie Betriebssystembuild. Microsoft ordnet KB5124010 diesen Versionen zu:

Windows-VersionBuild nach KB5124010
Windows 11 24H226100.9550
Windows 11 25H226200.9550

Öffne Einstellungen → Windows Update und suche nach Updates. Prüfe auch den Updateverlauf. KB5124010 ist ein optionales, nicht sicherheitsrelevantes Vorschauupdate mit mehreren Änderungen, kein ausschließlich für den Dateiversionsverlauf vorgesehenes Einzelpaket.

Für einen tatsächlich betroffenen Rechner ist die dokumentierte Korrektur ein konkreter Installationsgrund. Auf verwalteten Geräten erfolgt die Bereitstellung über die zuständige IT. Falls das Paket nicht angeboten wird, stehen passende Downloads im Microsoft Update Catalog bereit. Beachte bei manueller Installation die Architektur und die Paket-Reihenfolge aus Microsofts KB-Anleitung.

Führe einen angeforderten Neustart durch. Ist bereits ein späteres kumulatives Update mit der Korrektur installiert, musst du KB5124010 nicht zusätzlich einspielen oder auf dessen Build zurückwechseln.

Laufwerk erneut verbinden und Sicherung auslösen

Die gleiche Warnung kann auch ein tatsächlich getrenntes Laufwerk betreffen. Microsoft empfiehlt in seiner Anleitung zum erneuten Verbinden, externe Datenträger wieder anzuschließen beziehungsweise das Netzwerkziel erneut auszuwählen.

  1. Verbinde die bisher verwendete USB-Festplatte und prüfe, ob sie im Explorer erscheint.
  2. Bei einer Netzwerksicherung: Stelle die benötigte Netzwerk- oder VPN-Verbindung her und öffne die bisherige Freigabe.
  3. Öffne Systemsteuerung → System und Sicherheit → Dateiversionsverlauf.
  4. Kontrolliere das ausgewählte Ziel. Wähle bei einem nicht mehr zugeordneten Netzwerkziel den richtigen Speicherort erneut aus.
  5. Starte die Sicherung mit Jetzt ausführen und warte auf deren Abschluss.

Achte darauf, wirklich das bisherige Ziel zu verwenden. Ähnlich benannte Datenträger oder mehrere NAS-Freigaben können leicht verwechselt werden. Ein erreichbarer Explorer-Ordner allein bestätigt noch keinen erfolgreichen Sicherungslauf.

Wiederherstellung testen, ohne Originaldateien zu überschreiben

Für einen nachvollziehbaren Funktionstest empfiehlt sich eine harmlose neue Textdatei in einem tatsächlich vom Dateiversionsverlauf erfassten Ordner:

  1. Speichere die Datei mit einem eindeutigen Namen und einem kurzen Testtext.
  2. Führe einen Sicherungslauf aus und kontrolliere dessen Abschlusszeit.
  3. Öffne im Explorer am ursprünglichen Speicherort die verfügbaren Vorgängerversionen des betreffenden Ordners.
  4. Suche den neuen Sicherungsstand und kontrolliere, ob die Testdatei darin enthalten ist.
  5. Stelle sie über Wiederherstellen in … an einen anderen Ort wieder her und öffne die zurückgeholte Kopie.

Microsoft beschreibt Vorschau und Wiederherstellung unter Sichern und Wiederherstellen mit Dateiversionsverlauf. Der separate Zielordner verhindert, dass du bei der Kontrolle den aktuellen Arbeitsstand überschreibst.

Was tun, wenn der Dateiversionsverlauf weiterhin nicht sichert?

Dann ist der bekannte Updatefehler möglicherweise nicht die einzige Ursache. Prüfe als Nächstes:

  • Richtiges Ziel: Stimmen Datenträger beziehungsweise Freigabepfad mit der Konfiguration überein?
  • Freier Speicher: Ist auf dem Ziel ausreichend Platz für neue Sicherungen vorhanden?
  • Zugriff: Ist die Freigabe mit deinem Benutzerkonto erreichbar und beschreibbar?
  • Sicherungsumfang: Gehört der betroffene Ordner tatsächlich zur Sicherung oder ist er ausgeschlossen?
  • Fehlerzeitpunkt: Welche neue Meldung erscheint genau beim manuellen Sicherungsversuch?

Halte für die weitere Diagnose Windows-Version, Build, Updateverlauf, Zieltyp und exakten Meldungstext fest. Bei reproduzierbaren Abstürzen gehört zusätzlich der vollständige Ereigniseintrag dazu. Ändere jeweils nur einen Punkt und wiederhole danach denselben Test. Eine Registry-Reparatur auf Verdacht liefert hier keine belastbare Abkürzung.

Fazit

Wenn der Dateiversionsverlauf nach dem September-Update 2026 ausfällt, gibt es für Windows 11 24H2 und 25H2 einen bestätigten Fix. Installiere die passende Korrektur, prüfe das bisherige Sicherungsziel und teste eine echte Wiederherstellung. Erst damit ist praktisch nachgewiesen, dass neue Dateien wieder gesichert und zurückgeholt werden können.